
Wofür ich stehe
Aus gegebenem Anlass schreibe ich diesen Text. Und wünschte, er wäre nicht nötig. Bisher war ich der Annahme, dass es ausreiche, meine eigenen Werte mehr oder weniger implizit auf meiner Website zu platzieren. Sie durch Texte, verpackt in angenehmen Worten, wirken zu lassen.
Angesichts innen- und geopolitischer Verschiebungen merke ich, dass dieses eher geschmeidige Vorgehen mir selbst nicht mehr genügt. Ich will mich positionieren und unmissverständlich zeigen, wofür ich als Mensch und Coachin stehe. Wen ich willkommen heiße.
Coaching ist immer auch ein politischer Akt. Dessen bin ich mir sehr bewusst.
In diesem Sinne folgt hier also die explizite Variante dessen, was mir so wichtig ist, dass ich es als das gesellschaftspolitische Fundament meiner Arbeit als Coachin bezeichne.
Ihr, die ihr das lest und euch darin wiederfindet, seid so was von herzlich willkommen!
Ich biete mein Coaching ausschließlich für FLINTA* an. Das ist eine bewusste, politische Entscheidung. In einer Gesellschaft, die patriarchale Machtstrukturen reproduziert, braucht es Räume für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen – sowie für weitere, nicht genannte marginalisierte Geschlechtsidentitäten.
Ich bin Feministin. Und denke Feminismus konsequent intersektional. Ich halte es für enorm wichtig, immer auf dem Schirm zu haben, dass Diskriminierungsformen nicht isoliert existieren, sondern in einem sich überschneidenden Verhältnis stehen.
Und nochmal separat: Ich denke und arbeite queer- und transinklusiv. Für trans-, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen ist mein Coaching ein verlässlicher Ort, an dem die eigene Identität nicht zur Diskussion steht oder sogar verteidigt werden muss.
Ein klares JA zur körperlichen Autonomie! Angesichts globaler und auch europäischer Rückschritte im Zusammenhang mit reproduktiven Rechten möchte ich ganz klar sagen, dass ich für die Verteidigung des Selbstbestimmungsrechtes bin.
Ich grenze mich klar ab von toxischen Coaching-Ansätzen, die mit Selbstoptimierung, der Individualisierung gesellschaftlicher Probleme oder Erfolgs-Versprechungen arbeiten. – Ich weigere mich, Menschen nach neoliberalen Kriterien zu bewerten.
Ich positioniere mich unmissverständlich gegen Ableismus. Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung, Neurodivergenz oder Erschöpfung sind bei mir herzlichst willkommen. Dazu gehört für mich, gesellschaftliche Exklusionsmechanismen ebenso wie die realen psychosozialen Belastungen und strukturellen Hürden im Coaching mitzudenken.
Antirassismus und Antifaschismus sind logische Konsequenzen meiner demokratischen Haltung. Ich positioniere mich klar gegen jede Form rechten Gedankenguts, Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit – inklusive alltäglicher Mikroaggressionen und sprachlicher Verharmlosungen.
Ich arbeite frei von Dogmen, Ideologien und einfachen Antworten – egal ob politischer, religiöser oder spiritueller Natur. Wer die Enge von manipulativen Systemen kennt, weiß, wie kostbar die eigene, freie Suchbewegung im Kopf ist. In meiner Arbeit lege ich höchsten Wert auf eigenständiges Denken, Zweifel und Kritik.
Haltung zu zeigen, ist für mich eine Voraussetzung, um diese Arbeit überhaupt tun zu können. Mein Coaching lebt von freiem Denken, vom Suchen und der Lust an Vielfalt und Komplexität. Alles wesentliche Bestandteile einer demokratischen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, deren Freiheit wir jetzt gerade aktiv verteidigen müssen.
„Kom som du er.“ – Komm, wie du bist.
Du kannst dir eine Zusammenarbeit
mit mir vorstellen?
Wie schön! Schreib mir einfach eine Nachricht und wir schauen gemeinsam, wie ich dich unterstützen kann.